Die Bretagne : Natur und Kultur pur!

überall in der Bretagne finden wir grandiose Felsformationen an und im Meer.

Die einen Urlauber schwärmen von der Bretagne, andere wollen nie mehr hinfahren: die Bretagne muss man erst kennenlernen: sie erschließt sich erst, wenn man die Schönheiten sucht, sonst fährt man mit dem Auto nur durch endlose Heckenstraßen. Am besten ist also, wir gehen zu Fuß durch die Natur, die Kamera immer zum Foto bereit . . .

In den Ortschaften sind wir dann überrascht: Kirchen aus grauem Stein, davor große Altäre, sogenannte Kalvarienberge mit steinernen Figuren aus der biblischen Geschichte: sie wurden gebaut, um den oft nicht lesekundigen Christen die biblische Geschichte beizubringen. In den Orten finden wir überall schöne Fachwerkhäuser mit viel Blumenschmuck und Hortensien oft dekorativ vor steinernen Hausmauern.

Im bretonischen Carnac entdecken wir das "steinreichste" Dorf der Welt: Zwischen Heidekraut und Ginsterbüschen ragen genau 1099 von Menschen dorthin gestellte Felsen bis zu vier Meter in die Höhe.

Die riesigen Steine stehen schon länger als 4000 Jahre dort. Sie stehen mal neben-, mal hintereinander wie auf einem Friedhof, mal sind sie als Steinkreise angeordnet: Es gibt viele Legenden rund um diese rätselhaften Felsen! Auf bretonisch heißen diese Steine "Menhire", übersetzt: "lange Steine". Eine der Legenden lautet so: Der heilige Cornelius soll sich im Jahre 253 als Papst auf der Flucht aus Rom bis in die Bretagene durchgeschlagen haben. Weil er aus der Puste war, hat er sich angeblich umgedreht und seine Verfolger, immerhin 3000 römische Soldaten, zu Steinsäulen erstarren lassen. So stehen sie als Menhire noch heute da . . .

Nach einer anderen Legende war es aber so: Ein Riese hat sie in die Landschaft plumpsen lassen aus Wut darüber, dass er in der Bretagne nur Galette angeboten bekommen habe: Galette sind traditionelle bretonische Crêpes. Sie werden dreieckig gefaltet wie eine Serviette, zumeist mit Schinken, Spiegelei und Salat garniert (Heute würde man zu einem ähnlichen Gericht aus der Türkei "Döner" dazu sagen . . . Die Galette gilt als "Arme-Leute-Gericht". Dazu schmeckt besonders gut ein bretonischer Kir, ein Cidre mit Cassis.

Die bizarren Felsen der Bretagne sind von allen Fotobänden her berühmt, doch wer sie vor sich gesehen hat, zwischen sich und den Felsen die wuchtigen Wellen des Atlantiks, den lässt dieser starke Eindruck nicht mehr los.

In Ebbezeiten findet man zwischen den felsigen Stränden und in den Ebbepfützen unzählige Muscheln, Seesterne und Seegurken (das sind schneckenartige Tiere!): hier ist die Vielfalt an Meerestieren viel ausgeprägter als an felsenarmen Stränden. In den Ebbepfützen flitzen Jungfische hin und her: sie werden schnell Opfer der allgegenwärtigen Möven.


Die Konturen der Felsen stehen bei untergehender Sonne schwarz vor dem glitzernden Meeresspiegel. Das Meer schafft bizarre Buchten, die Wellen schlagen heftig gegen die Steine. Schöne Fachwerkhäuser findet man in vielen Orten.
Bei Ebbe gibt es grenzenlos Fotomotive! Die Menhire sind oft in einem ganz bestimmten Winkel zur Sonne errichtet.
Auch innen ist Cafe Vincent sicher sehr gemütlich . . . Szenen aus der biblischen Geschichte werden mit den steinernen Figuren der Kalvarienberge den Menschen erzählt, die nicht lesen können. Die Felsen ragen oft wie Hüte aus dem Meer.



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