Atlantikküste

Urlaubsglück ist: ein voller Langustenteller mit viel Zitrone!

Nirgendwo sonst an Frankreichs Küsten haben Wind und Wellen das Land so stark geprägt und so vielfältig gestaltet wie an der Atlantikküste von der Bretagne bis zur Grenze nach Spanien (das Gebiet ganz im Süden ist aber bereits Aquitanien):

Inseln als Wellenbrecher vor Flussmündungen, Wattgärten mit Austern- und Muschelzuchten, Trockenbecken zur Salzgewinnung, kilometerlange Strände mit hohen und oft steil abfallenden Dünen, Pininewälder und verlandete meeresbuchten, Seenlandschaften im Land hinter dem Meer, zackige Felsen am und im Meer. Überall sind Paradiese zu finden für Surfer, Angler, Wanderer, Radfahrer, Krabbenfischer, Austern- und Muschelsammler, Strandsegler, kanu- und Kajakfahrer, Beobachter von Seevögeln und vor allen Dingen für Fotografen.

Sechs Inseln liegen vor der Atlantikküste, vier davon sind nennenswert: die Ile de Noirmoutier, die Ile d´Yeu, die Ile de Re und die Ile d´Oléron. Ich habe mit meiner Familie die Ile d´Oléron oft besucht, deshalb soll sie hier heute das Thema sein:

Fährt man von Rochefort über die Sundbrücke auf die Insel, sieht man auf der rechten Seite die Zitadelle im Meer und in der Ferne das Fort Boyard, das im Meer aussieht wie ein Schlachtschiff. Beide dienten als Abschreckung für Feinde, zeitweise auch als Gefängnis.

Die Ile d´Oléron ist die größte der französischen Atlantikinseln. Auf der dem Ozean ausgesetzten Seite befinden sich kilometerlange Sandstände, dahinter Pinienwälder. Der Hauptort und zugleich Haupt-Fischereihafen La Cotinière ist an jedem Abend und zur Anlandezeit der Fischerboote eine Haupt-Touristenattraktion.

Es ist nicht zu verkennen, dass die Insel, insbesondere zur Urlaubszeit der Franzosen ab dem Nationalfeiertag 14. Juli, starke Überlastungserscheinungen zeigt: Autostaus auf den Verbindungsstraßen und übervolle Supermärkte in den Städten La Cotinière und Dolus nerven sehr. Natürlich sind wir ja selbst die Inselbesucher, die einen Anteil haben an einer solchen Überfüllung . . . .

Besuchenswert ist die Insel insbesondere in der Vor- und Nachsaison: Es gibt immer viel Sonne und Wärme, aber immer kühlt es in der Nacht stark ab und macht so die Urlaubstage angenehm: man kann aber nicht an jedem Morgen auf der Außenterrasse frühstücken . . . .

Die Insel eignet sich wegen der vielen Radwege durch die Pinienwälder, die Weingärten (ein leckerer, fruchtig-trockener Wein ist die Spezialität der Insel: hervorragend geeignet zu Muscheln und Austern) und Felder insbesondere für einen Urlaub mit dem Fahrrad. Es lohnen sich Fahrten zum Leuchtturm am Ende der Insel, Radtouren zu den Salinen oder zum Fischerhafen La Cotinière.


Die Möven lassen sich doch von Urlaubern nicht vertreiben! Die bunten Austernzüchterhütten täuschen über ein hartes Leben hinweg! Das gestrandete Lastschiff bricht von Jahr zu Jahr weiter auseinander . . .
Was ist totale Entspannung? DAS! Die Surfschulen am Atlantik haben immer regen Zulauf! Die ruhigen Ebbepfützen spiegeln viele Motive!
Mit dem Ausflugboot kann man von der Ile de Re und von der Ile de Olèron das Fort umrunden. Bei Ebbe trocknen die Kanäle der Austernfischer fast völlig aus. Der Frischfischladen in der Einkaufszone von Dolus war unser Lieblingsladen..



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